„Was ich will,
das kann ich!“
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„Langweilig wird es auf jeden Fall nie!“ – Interview mit Marie-Christin Hobl, Projektassistenz am Standort Mainz

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Schon seit 2014 ist Marie-Christin Hobl im Ada-Lovelace-Projekt mit dabei; erst als Hiwi, seit kurzem als Projektassistenz des Standorts Mainz. Im Interview spricht sie über ihren Arbeitsalltag, darüber wie sie Studium und Arbeit unter einen Hut bekommt und ihre eigenen Erfahrungen als MINT-Frau. 

Neben deiner Arbeit im ALP studierst du an zwei verschiedenen Hochschulen Fächer mit MINT-Bezug – wie bewältigst du das alles?

      Marie-Christin Hobl

Ich studiere in Wiesbaden an der HSRM „Umweltmanagement und Stadtplanung in Ballungsräumen“ (M.Eng.) und in Mainz an der JGU „Umwelt- und Klimawandel“ (M.Sc.). Das klingt erst einmal viel, aber eigentlich ist es nur eine Managementaufgabe. Gerade das Organisieren habe ich durch die Arbeit im Ada-Lovelace-Projekt sehr gut gelernt. Im ALP müssen Veranstaltungen strukturiert geplant werden und genau das kann man auch auf sein sonstiges Leben übertragen. So arbeite ich die Hälfte der Woche im ALP und die andere Hälfte studiere ich. Dadurch, dass die zwei Hochschulen verschiedene Semesterzeiten haben, ist das die meiste Zeit sehr gut vereinbar.
 
Wie sieht deine Arbeit als Projektleiterin in unserem Projekt aus? Was ist dein Arbeitsalltag?
Morgens komme ich erst einmal ins Büro und versuche, nicht von den ganzen Emails erschlagen zu werden. Wenn die dann bearbeitet sind, besteht der Arbeitsalltag aus immer anderen Aufgaben. Genau das mag ich an meiner Arbeit. Manchmal entwerfe ich Flyer und Poster, manchmal informiere ich mich über neue Versuche und Workshops, die wir mit Kindern machen könnten, manchmal plane ich das Veranstaltungsprogramm für die Schülerinnen, Studentinnen oder Mentorinnen und dann wieder gehe ich zu Vorbereitungstreffen für Messen oder andere Angebote. Außerdem spielt die Betreuung der Mentorinnen eine große Rolle und auch der Kontakt zu Kooperationspartnern oder Schulen ist wichtig. Langweilig wird es auf jeden Fall nie!
 
Was zeichnet den Projektstandort Mainz aus?
Die Vielfalt unseres Angebotes. Wir bedienen jede Altersgruppe, von der Grundschule bis zu Doktorandinnen. Für die ganz Jungen bieten wir Workshops an, zum Beispiel zu den Themen „Kosmetik selber herstellen“ oder „Fluoreszenz“. Am Girls’Day bieten wir jedes Jahr viele Workshops in Kooperation mit verschiedenen Instituten an der JGU an. Hier kommen jährlich fast 250 Kinder. Zudem gibt es sechs wöchentliche Schul-AGs.

Für Oberstufenschülerinnen haben wir die letzten Jahre in Kooperation mit der Hochschule Mainz die Studienorientierung „MINT in Mainz“ angeboten. Hier hatten die Schülerinnen die Möglichkeit, drei Monate lang von einer Studentin begleitet zu werden, Vorlesungen zu besuchen und Fragen zu stellen. Beim „Erstimentoring“ betreuen Mentorinnen Studienanfängerinnen. Und für die „Älteren“ gibt es dann das Doktorandinnen-Mentoring.

 
Was sind deine eigenen Erfahrungen als Frau in MINT?
Das ist eine schwierige Frage. Ich studiere streng genommen kein eindeutiges MINT-Fach. Von daher haben wir in der Uni auch nicht in jedem Kurs diesen typischen Frauenmangel. Trotzdem schauen mich gerade in meiner Freizeit, wenn ich zum Beispiel beim Sport erzähle, was ich studiere, jüngere Mädchen oft schief an und sagen „Ne, sowas mit Mathe und Naturwissenschaften ist nichts für mich“. Das finde ich schade. Ich glaube, das liegt aber auch daran, dass sich viele Mädchen (und auch Jungen) gar nicht vorstellen können, was man mit einem MINT-Studium so machen kann.
 
Welche Mentorinnen oder Mentoren haben deine eigene Entwicklung – zum Beispiel im Studium – geprägt?
Die Mentorin, die mich damals in meinen Hiwi-Job im ALP eingearbeitet hat. Das war mein erster richtiger Job und die Mentorin hat mir einfach so unfassbar viel beigebracht und war unglaublich gut organisiert. Ich selbst bin eigentlich eher ein sehr chaotischer Mensch und war total fasziniert von ihrer Art und Weise zu arbeiten. Da habe ich mir für mein Studium, aber auch für meine Freizeit, sehr viel abgeschaut.
 
Gab es in deiner Schul-/Studienzeit ähnliche Projekte wie das ALP? Hättest du gerne an solchen Programmen teilgenommen?
Nein, solche großen Projekte gab es leider nicht. Gerade eine Studienorientierung hätte mir sehr geholfen. Viele der Fächer kennt man als SchülerIn ja gar nicht. Ich muss auch von mir persönlich sagen, dass ich mir in der Schule nicht so viel zugetraut hätte, wie ich es jetzt tun würde. Manche Studiengänge habe ich nach der Schule ausgeschlossen, weil ich nicht dachte, dass ich diese schaffen würde. In der Uni habe ich dann gemerkt, dass gerade diese Fächer, zum Beispiel Chemie, mir sogar Spaß machen.
 
Wo geht es für dich langfristig beruflich hin?
Da gibt es für mich zwei Wege: Entweder Wissenschaft oder Wirtschaft. Durch die Arbeit im ALP habe ich gemerkt, dass mir die Projektarbeit sehr viel Spaß macht. So etwas könnte ich mir gut vorstellen, vielleicht auch im naturwissenschaftlichen Kontext, zum Beispiel in einem Pharmakonzern. Vorerst möchte ich aber erst einmal promovieren. Nach der Promotion entscheide ich dann, ob ich weiter an der Uni bleibe und habilitiere oder dann eben in die Wirtschaft gehe.

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