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„Ich halte morgen einen Vortrag über meine Zeit im ALP“ – Interview mit der ehemaligen Mentorin Dr.-Ing Leila Mekacher

Dieses Interview ist der aktuellen Ausgabe unseres Newsletters entnommen. Den vollständigen Newsletter können Sie hier einsehen. 


Dr.-Ing Leila Mekacher

Von 2002 bis 2006 war Leila Mekacher als Mentorin beim Ada-Lovelace-Projekt an der TU Kaiserslautern tätig. Heute ist sie Wissenschaftliche Lehrkraft am SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd. Das Thema Mentoring und Frauenförderung hat sie seit ihrer Zeit im Projekt nicht mehr losgelassen. An der gewerblich-technischen Berufsschule hat sie deshalb im vergangenen Jahr eine Robotik-AG ins Leben gerufen, mit der sie vor allem das Interesse von Frauen für Technik und Fragen nach der Zukunft von Industrie 4.0 wecken will. Ihr neues Projekt „Virtuelle Realität“ wird sie im Dezember auf einer Konferenz in Dubai vorstellen.

Wieso haben Sie die Robotik-AG ins Leben gerufen?
Als Ingenieurin und Frau, die sich immer für Technik interessiert hat, konnte ich mich nicht nur auf meine Aufgabe als Lehrerin für Elektrotechnik und Elektronik einschränken, sondern habe darüber hinaus einige Projekte und Ideen gestartet, z.B. die Robotik AG gegründet. Ich versuche auch die Technologie der virtuellen Realität bei uns in der Ausbildung zu integrieren. Mir ist aber ganz stark aufgefallen, dass wir sehr wenig weibliche Teilnehmerinnen haben. Aus diesem Grund würde ich am liebsten Maßnahmen wie das Ada-Lovelace-Projekt bei uns anbieten und Schulbesuche, Workshops und Veranstaltungen in Schulen in der Umgebung von Heidelberg, Neckargemünd, etc. organisieren, um mehr weibliche Azubis zu gewinnen.

Welches Ziel verfolgen Sie mit der Robotik AG?
Durch das ALP, den Girls’Day an der Uni und weitere Tätigkeiten zur Förderung von Frauen in technischen Berufen habe ich große Erfahrung bei der Vermittlung von komplexen Sachverhalten an verschiedenen Zielgruppen und an Schülerinnen verschiedener Altersstufen gemacht. Die Robotik AG ist der erste Schritt in ein zukunftsorientiertes Lernformat, in der sich Roboter mit Automation, Industrie 4.0 und virtueller Realität treffen. Ab September 2018 beginnt eine neue Phase, nämlich die Integration der Roboter in automatisierungstechnische Prozesse. Wir werden eine komplette Simulationsfabrik aufbauen. Diese beinhaltet verschiedene Modelle von Produktionsanlagen z.B. eine Sortierstrecke mit Farberkennung, eine Multi-Bearbeitungsstation mit Brennofen, Automatisiertes Hochregallager und vieles mehr. Es ist essentiell, dass die Fachkräfte von morgen in ihrer Ausbildung heute bereits mit innovativen Technologien vertraut gemacht werden.

Simulationsfabrik, die in der AG zum Einsatz kommt

Wer nimmt an der AG teil?
Die AG biete ich für Azubis mit und ohne Programmiererfahrung an. Sie kommen aus unterschiedlichen Ausbildungsberufen, u.a. aus den Bereichen Fachinformatik für Anwendungsentwicklung oder der Informations- und Systemtechnik. Die Anzahl der Mädchen ist geringer, deswegen versuche ich mehr Werbung für Frauen zu machen und ihre Erfolge in der AG mehr hervorzuheben, um die Motivation hoch zu halten. Frauen, die sich für eine technische Berufsbildung entscheiden und sich für eine Robotik-AG freiwillig anmelden, sind aber sicherlich von sich aus technikaffin. Diese Teilnehmerinnen sind von Anfang an selbstbewusst und arbeiten ohne Vorbehalte zusammen mit den Jungs. Sie trauen sich komplexe Aufgaben zu und zeigen sogar mehr Geduld und Ausdauer.
 
Was treibt Sie an?
Man sieht, dass man damit Erfolg hat. Ich habe diese AG am Anfang nur für meine Azubis der Berufsschule gegründet und jetzt bekomme ich Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus drei weiteren Einrichtungen. Ich halte sogar morgen einen Vortrag mit Bildern über die Zeit im ALP und die Arbeit danach mit Mentorinnen. All diese Aktionen haben einen Zusammenhang mit meiner Arbeit früher im Ada-Lovelace-Projekt.

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