„Was ich will,
das kann ich!“

Naturwissenschaft

Nina Gunkelmann
Nina

Ich habe Physik mit Nebenfach Informatik studiert. Physik ist für mich die faszinierendste Wissenschaft, da ich verstehen möchte, was sich hinter den Dingen verbirgt. Diese Neugier hat mich auch dazu bewogen, zunächst in der Forschung zu bleiben, weshalb ich inzwischen als Doktorandin im Fachbereich Physik der TU Kaiserslautern beschäftigt bin. Dabei untersuche ich mittels Simulationen die Eigenschaften von Materialien unter extremen Bedingungen, wie zum Beispiel starker Kompression.

An meiner Arbeit gefällt mir am besten, dass ich die Möglichkeit habe, eigenständig zu forschen und kreative Ideen einbringen kann und muss. Dies ist auch ein wichtiger Aspekt, warum ich das ALP unterstütze. Denn hier wird die Kreativität der Schülerinnen gefördert, sodass sie die Wissenschaft von ihrer spannenden Seite kennen lernen. Auch ich selbst habe während meiner Schulzeit an MINT-Projekten teilgenommen, was mein Interesse an Naturwissenschaften, insbesondere Physik, geweckt hat. Jungen Frauen würde ich raten, offen zu sein und auch technisch und naturwissenschaftlich orientierte Berufe in Betracht zu ziehen, denn hier bieten sich oft sehr vielfältige und spannende Arbeitsfelder.

Ich denke, dass neben Eigenschaften wie Durchhaltevermögen und Gründlichkeit vor allem Interesse und Spaß an der Arbeit wichtig sind. Hier stimme ich einem Zitat von Richard Feynman zu: ”Ich weiß nichts. Aber ich weiß, dass alles interessant ist, wenn man nur tief genug einsteigt.“

Svenja Kohnemann
Svenja

Die Arktis – weiß, kalt und traumhaft schön! Ich, Svenja Kohnemann, Doktorandin der Umweltmeteorologie der Universität Trier durfte sie für meine wissenschaftlichen Untersuchungen entdecken. Mit dem Eisbrecher ‚Polarstern‘ des Alfred-Wegener-Institut (Bremerhaven) war ich im Sommer für einen Monat lang unterwegs Richtung Nordpol. Dabei habe ich hauptsächlich Daten zum Wetter gesammelt und ausgewertet. Diese sollen nun helfen aktuelle und zukünftige Veränderungen der Klima- und Eissituation in der Arktis zu bestimmen, sodass wir die Auswirkungen einschätzen und darauf reagieren können. Denn woher sollen die Eisbären, die ich gesehen habe ihr Futter bekommen, wenn es kein Eis mehr gibt?

Um Fragen wie diese zu beantworten habe ich vor meiner jetzigen Arbeit den Studiengang der Umweltgeowissenschaften an der Universität Trier absolviert. In diesem geht es aber nicht nur um die Arktis, sondern es wird auch den Fragen auf den Grund gegangen, die uns jeden Tag aufs Neue beeinflussen: Denn woher kommt unser sauberes Wasser? Was passiert mit den Wäldern und Pflanzen, wenn es in Zukunft wärmer wird und wie steht das alles im Zusammenhang? Was für Auswirkungen hat das auf mein Leben und wie schädlich sind Abgase überhaupt? Und natürlich noch vieles mehr! Besonders schön an dem Studiengang ist, dass man seine eigene Schwerpunkte setzen und sich somit ganz nach den eigenen Interessen entwickeln kann. Einige praktische Übungen, draußen in der Natur sind natürlich auch mit dabei gewesen, sowie ein 8-wöchiges Praktikum, welches ich im Max-Planck Institut in Mainz gemacht habe und in dem es um die Beobachtung einer Vulkanwolke in Alaska mittels Satelliten ging.

Doch so schön die unterschiedlichen Sachen auch waren, in die ich während meines Studiums reinschnuppern durfte, mein Herz ist an der Arktis hängen geblieben und somit heißt es hoffentlich bald wieder Leinen los und auf gen Norden!

Prof. Dr. Barbara Hahn
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Mein Physikstudium habe ich an der Universität Münster mit dem Diplom abgeschlossen, dann an der Universität Bielefeld in Experimentalphysik promoviert und nach einem Forschungsjahr in den USA als erste Frau an der Universität zu Köln im Fach Experimentalphysik habilitiert. Für Physik habe ich mich entschieden, weil ich bereits früh Interesse an Mathematik und Technik hatte – ich fand es immer schon leichter, Zusammenhänge zu verstehen als Fakten auswendig zu lernen. Seit 1999 bin ich als Professorin am RheinAhrCampus, der Fachhochschule in Remagen, tätig. In der Forschung fand ich knifflige Rätsel am interessantesten. Inzwischen ist mein Ziel, diese Methoden zur Problemlösung jungen Leuten zu vermitteln – und es macht immensen Spaß, wenn man ein „Aha-Erlebnis“ bei jemandem beobachten kann. Mit Freude habe ich daher den Ada-Lovelace-Projekt Förderverein e.V. 2005 mitgegründet. Ich glaube, dass mir Neugier und Vertrauen zu Menschen bei meinem Lebensweg geholfen haben – und ab und an ein Schuss Zähigkeit.

Nicole Hermann
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Mein Name ist Nicole und ich studiere Chemie und Biologie auf Lehramt. Für diesen Studiengang habe ich mich entschieden, weil ich nicht nur die beiden Fächer mit Ihren Inhalten liebe, sondern auch Andere dafür begeistern möchte.

Durch die Teilnahme an diversen MINT-Schülerwettbewerben habe ich schon früh entdeckt, wie spannend und facettenreich die MINT-Welt (insbesondere die der Chemie) ist. Um diesen Facettenreichtum weiterzugeben, arbeite ich beim Ada Lovelace-Projekt. Die Entwicklung und Durchführung der Workshops für Schülerinnen macht mir großen Spaß, weil es ein tolles Gefühl ist, nach einem langen Workshop-Tag in glückliche und zufriedene Gesichter schauen zu können. Auch immer mal wieder die gleichen Schülerinnen bei den Workshops zu sehen, ist eine schöne Bestätigung dafür, dass nachhaltiges Interesse und Neugierde geweckt wurde.

Apropos Neugierde: Sich die Neugierde zu bewahren ist eine grundlegende Voraussetzung um Wissenschaft zu betreiben.
Also in diesem Sinne:  Bleibt Neugierig!

Daniela Seibert
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Ich studiere Physik und Chemie auf Lehramt an der Universität Mainz. Zur Physik kam ich über mein Interesse an der Astronomie. Schon seit Jahren besuche ich regelmäßig die in Rüsselsheim stattfindenden Astronomie-Vorträge der Volkshochschule Rüsselsheim. Doch natürlich interessieren mich auch die anderen Themen der Physik sehr. Meine Freude an Chemie fand ich hingegen erst ziemlich spät, in der 11. Klasse.

Das Studium der beiden Fächer ist sehr anstrengend, aber es ist ein schönes Gefühl, wenn man die Prozesse, die um uns herum passieren, verstanden hat und erklären kann. Dieses Gefühl möchte ich an die späteren Generationen weitergeben. Deshalb hab ich mich für das Lehramtsstudium entschieden und bin als Mentorin im Ada Lovelace-Projekt tätig. Ich stelle mich gerne neuen Herausforderungen, denn ohne sie wäre das Leben nur halb so spannend. Im nächsten Jahr werde ich daher ein Auslandssemester an der Universität Nagoya, Japan, machen und dort sowohl mein Studium fortsetzen, als auch im Forschungsbereich arbeiten.

Regine Schmidt
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Bereits in der Schule habe ich mich für Naturwissenschaften interessiert. Daher habe ich mich anschließend für ein Physikstudium entschieden. Nach dem Studium wollte ich in einem Bereich arbeiten, in dem die Physik einen praktischen Anwendungsbezug findet. Darum bin ich jetzt als Doktorandin in der Arbeitsgruppe der Medizinischen Physik in der Radiologie der Universitätsmedizin tätig. Hieran reizt mich besonders die Kombination von Physik und Medizin und die Möglichkeit, einen eigenen kleinen Beitrag für den medizinischen Fortschritt zu leisten.

Prof. Dr. rer. nat. Heike Bradl
Prof. Bradl

Ich habe an der Universität Heidelberg und am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Geologie, Chemie und Geophysik mit Schwerpunkt Angewandte Geologie studiert und dann am KIT meinen Abschluss als Diplom-Geologin gemacht. Danach habe ich an der Technischen Hochschule Darmstadt  im Bereich der physikalischen Chemie promoviert und als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geologie gearbeitet. Nach meiner Studienzeit wollte ich Industrieerfahrung sammeln und war sieben Jahre lang als Projektmanagerin für Umwelttechnik in verschiedenen Ingenieurbüros und Baufirmen tätig.  Außerdem habe ich noch ein Aufbaustudium zur Patentingenieurin absolviert. Der Schutz intellektuellen Eigentums ist ein spannendes Gebiet, das mich noch immer sehr interessiert. Seit 1998  bin ich am Umwelt-Campus Birkenfeld der Fachhochschule Trier als Professorin für Umweltgeotechnik beschäftigt. Meine Forschungsschwerpunkte liegen dabei auf Verfahren zur Sanierung von verschmutzten Böden und Grundwasser.

Meine Arbeit am Umwelt-Campus ist sehr vielfältig und macht auch nach 13 Jahren noch viel Spaß. Meine Tätigkeit umfasst neben den Lehrveranstaltungen natürlich auch die Studierendenbetreuung sowie die Abwicklung von Forschungsprojekten und die Einwerbung von Drittmitteln. Besonders aktiv bin ich im akademischen Austausch mit verschiedenen unserer Partnerhochschulen in Brasilien.  Brasilianische Studierende können ein Semester am Campus verbringen und deutsche Studierende ein Semester in Brasilien. Dazu habe ich Portugiesisch gelernt, um mich besser verständigen zu können.

Ich habe es nie bereut, ein technisch-naturwissenschaftliches Fach studiert zu haben und kann nur dazu raten. Die Berufsmöglichkeiten sind sehr vielfältig und auch die Gehälter sind natürlich wesentlich besser als in einem „klassischen“ Frauenberuf.

Prof. Dr. Heike Raddatz
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Auch wenn’s ein wenig irre klingt, die Liebe und der Respekt vor den Leistungen von Mutter Natur hat mich bewogen Chemie in Verbindung mit Lebensmittelchemie zu studieren. Dabei hat mich insbesondere der interdisziplinäre Charakter der Lebensmittelchemie gereizt. Aufbauend auf chemischen Grundlagen hat sie zahlreiche Vernetzungen zu anderen Wissenschaftszweigen, wie z.B. der Biochemie (Was passiert mit den Nahrungsbestandteilen im Körper? Was ist gut, was nicht?) oder der Naturstoffchemie (Die Vielfalt an chemischen Strukturen, wie sie die Natur mit hoher Effizienz insbesondere in Pflanzen hervorbringt, ist schlicht genial, ganz abgesehen von den Wirkungen, dieser Stoffe, die es noch zu entdecken gilt!). Daneben gibt es Berührungspunkte zu Pharmazie und Medizin, zur Lebensmitteltechnologie und Biotechnologie (Wer realisiert heute schon noch, dass die Herstellung vieler Lebensmittel, wie Wein, Käse, Sauerteig u.v.a.m., die älteste Biotechnologie der Welt ist?). Umweltfragestellungen, die sich durch Inhaltsstoffe z.B. von Kunststoffen als Lebensmittelverpackungen ergeben, spielen eine Rolle. Und nicht zu Letzt stehen auch kosmetische Mittel und das Bearbeiten von juristischen Fragestellungen im Rahmen des Verbraucherschutzes auf dem Programm. Immer wieder gibt es neue, komplexe Zusammenhänge zu erkennen und zu entdecken. Eine wahre „Allchemie“!

Ich war viele Jahre als Mitarbeiterin der Technischen Universität Dresden am Institut für Lebensmittelchemie als Lehrbeauftragte tätig und bin seit 2009 Professorin für Chemie und Lebensmittelchemie an der FH Trier in der Fachrichtung Lebensmitteltechnik tätig. Meinen Studierenden versuche ich das Erkennen von Zusammenhängen und Wechselwirkungen zu vermitteln, um dies später in ihrer Berufspraxis anzuwenden und verantwortungsbewusst an die Herstellung von Lebensmitteln, Verpackungsmaterialien, Wasch- und Reinigungsmitteln etc. heranzugehen. Unnötige Zusatzstoffe sollten  vermieden werden. Nichts existiert für sich allein und alles ist mit allem verbunden! In meiner Forschungstätigkeit bin ich nach wie vor der größte Fan von Mutter Natur. Naturstoffe sind sooooooo vielfältig und spannend. Angefangen bei Obst und Gemüse über Heilpflanzen bis hin zum Wein wird alles unter die Lupe genommen.

„Die ganze Natur ist eine Melodie, in der eine tiefe Harmonie verborgen ist. Die Natur schafft ewig neue Gestalten; was da ist, war noch nie, was da war – kommt nicht wieder – alles ist neu und dennoch immer das Alte.“ Johann Wolfgang von Goethe

„Faszinierend!“ – Ja, ich stimme Ihnen zu, Mr. Spock…..